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Steve Guerdat

Irische Dominanz auch im Nationenpreis

mardi 14 juin 2005

Der Final am CSIO in St. Gallen erst im Stechen entschieden - Schweizer gute Zweite
Erst im Stechen ist der Nationenpreis des CSIO Schweiz in St. Gallen entschieden worden. Weil die Iren wie die Schweizer nach zwei Umgängen mit je 12 Punkten zu Buche standen, mussten Markus Fuchs auf Tinka's Boy und Robert Splaine mit Cool Diamond nochmals in einen verkürzten Parcours. Dort verzeichnete der lokale Favorit zwei Abwürfe, der Ire dagegen meisterte die Barrage makellos und gewann nach dem Grand Prix vom Freitag mit der Equipe somit auch den Nationenpreis.

Ein trendiger Zusammenschnitt kurzer Sequenzen war es beileibe nicht, vielmehr eine epische Inszenierung nach altem Muster. Rund vier Stunden dauerte auf dem Gründenmoos der Nationenpreis, der finale Höhepunkt am CSIO Schweiz in St. Gallen, ehe das Team aus Irland als Sieger feststand - und das Resultat neuerliche Diskussionen um den Austragungsmodus der Super League nährte. Denn halten acht Grosse derzeit einen Gipfel ab, ist die Schweiz im Grunde nur aus organisatorischer Höflichkeit dabei - auf politischem Parkett am Genfersee ebenso wie im hippologischen Mikrokosmos europäischer Springreiter-Equipen in St. Gallen. In hitziger Grosswetterlage beschieden sich aber zumindest die Sattelkünstler nicht mit dem Austausch netter Formalitäten. Das Quartett Beat Mändli / Pozitano, Willi Melliger / Gold du Talus, Steve Guerdat / Innovation und Markus Fuchs / Tinka's Boy belegte Platz zwei und unterstrich damit, wohin es im Parcours gehört: zu den Besten.

Der Nationenpreis konnte freilich nicht als Seitenhieb an die Adresse des internationalen Pferdesport-Verbandes (FEI) dienen, der zwar mit immer neuen Änderungen die Attraktivität der Hippologie zu verbessern versucht, dem von Reizen überfluteten Staccato aktueller Trends aber dennoch konsequent hintennachhinkt - ja, dieses nie erreichen kann. Sobald neun Equipen zu vier Reitern zwei Umgänge über 12 Hindernisse (15 Efforts) zu absolvieren haben, dauert dies einfach seine Zeit und verlangt ungewohnte Geduld. Doch wenn das Pensum so viel Spannung erzeugt wie am Sonntag, kann sich ein Veranstalter glücklich schätzen und unter anderem ein grosses Lob den Parcoursbauern aussprechen. Auf dem Gründenmoos wurde dieses dem Duo Paul Weier und Kurt Hättenschwiler zuteil, das nach über 30-jähriger Tätigkeit letztmals die Aufgaben stellte. Notabene mit solcher Akribie, dass im Nationenpreis selbst zwei Runden noch keine Entscheidung brachten. Sowohl die Iren als auch die Schweizer hatten je 12 Punkte gesammelt. Ein Stechen über sieben weitere Hindernisse wurde nötig.

Für die Schweizer trat der routinierte Markus Fuchs auf Tinka's Boy dazu an, obschon vorerst der Youngster Steve Guerdat angekündigt worden war. Im Grundparcours hatte Fuchs unter den nach offizieller Lesart angeblich 19 500 Zuschauern anfänglich viel Staunen ausgelöst. Der Hengst des St. Gallers weigerte sich nämlich zweimal, eine Zweierkombination zu überspringen, die zwei Refus bedeuteten Ausschluss. Er sei etwas «zu gross» an das Hindernis herangekommen und habe sein Pferd darauf zu wenig zum abspringen angetrieben, erklärte Fuchs das reiterliche Missgeschick und fügte mit einem Lächeln an: «Hengste sind wie Frauen, da weiss man nie ganz genau, was sie tun.» Damit lieferte Fuchs das Streichresultat, nachdem Mändli und Melliger mit Gold du Talus makellos geblieben waren und Guerdat nur ein Fehler unterlaufen war. Im zweiten Durchgang legte Melliger sodann eine weitere fehlerfreie Runde hin (einziger Doppel-Nuller), die Pferde von Mändli und Guerdat stiessen je eine Stange aus den Auflagen - und Fuchs, der erfolgreichste Reiter des Turniers, gab nach zwei Fehlern auf. Der zweite Platz im Schlussklassement war bereits gesichert, der Sieg aus eigener Kraft ohnehin nicht mehr möglich.

Nun aber beging Carling King, der Vierbeiner von Kevin Badington, dem Schlussreiter des irischen Ensembles, Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Zwei Versehen resultierten daraus, acht Strafpunkte und nach alleiniger Führung der Gleichstand mit den Schweizern. Ein Stechen war damit perfekt, zu dem, wie erwähnt, Fuchs startete, was Co-Equipenchef Rolf Grass mit den Gegebenheiten auf dem Trainingsplatz begründete. Fuchs hatte dort mit Tinka's Boy eine Zweierkombination gesprungen, mit dem Pferd die Fehler aus dem Parcours korrigiert. Das Duo war daher «frisch» und erpicht darauf, sich mit einem guten Stechen zu revanchieren. Also wurde die erste Idee, Guerdat zu nominieren, fallen gelassen. «Ich wollte etwas zu viel», analysierte Fuchs sodann seinen letzten Ritt, mit dem die Schweizer das vorgegebene Ziel dennoch übertrafen. Denn ein guter zweiter Platz liegt zwar in der CSIO- Tradition vor eigener Kulisse, nach dem schwierigen Einstieg in die Saison (Rekurs gegen verpasste Super-League-Qualifikation, neue Equipenchefs, teilweise neue Pferde und Reiter) war ein neuerlicher Exploit aber nicht erwartet worden.

Da entsprach schon eher der Sieg der Iren den Prognosen. Immerhin hatte Splaine am Freitag bereits den Grand Prix gewonnen, zudem sein Verband hierzulande schon oftmals dominiert. 1995 war Peter Charles auf dem Gründenmoos Einzel-Europameister geworden, vor fünf Jahren hatte Trevor Coyle mit Cruising den GP in Luzern für sich entschieden. Die neuerliche irische Dominanz schlug sich auch in der Jahreswertung der Super League nieder, wo die Iren nun hinter den Franzosen (Dritte in St. Gallen) an zweiter Stelle figurieren. In dieser Wertung liegt Holland übrigens am Schluss, weil das Team auch am Sonntag den letzten Platz belegte und sich De Sjiem, der Schimmel des Olympiasiegers Jeroen Dubbeldam, überhaupt nicht in Laune zeigte. Ende Saison steigt die letzte Equipe aus der Super League ab, die beste aus der Nationenpreis-Wertung dagegen auf. Ob dannzumal Schweizer und Holländer die Plätze tauschen?

Source : jeg. St. Gallen, 1. Juni  / NZZ Online

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